Zweite mit klarem Erfolg gegen Rellinghausen

gr_esg9906_zweiteESG 99/06 II – ESC Rellinghausen 09 III  7 : 1

26.03.2017  Als einer unserer Spieler drei Minuten zu spät zum Treffpunkt erschien, waren seine ersten Worte :“Mir tut der Gegner jetzt schon leid!“. Diese etwas arrogante Äußerung hatte einen guten Grund: Wenn man sich genau anschaute, wer bei uns diesmal im Kader stand, dann konnte man mehr denn je vor dem Spiel siegessicher sein. Wir boten eine nahezu optimale Besetzung auf, vollgespickt mit ehemaligen Spielern aus der glorreichen Bezirksliga-Zeit des Vereins.

Zum Anfang der Partie war davon nicht viel zu merken. Aber spätestens ab der 10.Minute ergoss sich ein regelrechter Angriffs-Tsunami über die gegnerischen Reihen. Ein gut aufgelegter Keeper, der Torbalken und mangelnde Präzision verhinderten den lange überfälligen Führungstreffer. Zu allem Überfluss gingen wir sogar in der 24.Minute in Rückstand. Sollte diese Freistoßkombination eingeübt gewesen sein, dann gibt es ein dickes Kompliment. Eigentlich ist es unfair, in der Kreisliga C mit eingeübten Varianten den Gegner zu veräppeln. Letztendlich sind alle anderen so nett und pöhlen die Kugel mit einer optimalen ballistischen Kurve von 45 Grad einfach blind in den 16er rein. Der Treffer hat uns aber überhaupt nicht verunsichert. Unsere Dominanz war einfach viel zu groß, und wir waren uns alle sicher, dass diese sowieso zu einem glasklaren Sieg führen wird. Keine fünf Minuten später konnten wir ausgleichen, Karic (28.) verwandelte eine kongeniale Hereingabe von Honnete souverän. Und wir gingen auch mit einem 3:1 Vorsprung in die Pause, da Karic einen Elfmeter sicher im Tor unterbringen konnte, sowie Rausch einen Treffer beisteuerte.

Die Zweite Hälfte bescherte uns einen furiosen Beginn. Janocha erhöhte mit einem sensationellen Lupfer in der 47.Minute auf 4:1, und bot uns nach dem Spiel an, in seine „Lupfer-Schule“ zu gehen. Da er auch noch unser Beini-Experte ist, kann er uns jede Menge beibringen. Eins muss er aber noch lernen: Wenn man zur Einwechselbank geht, um sich Wasser zu holen, dann darf man das Spielfeld nicht verlassen. Dafür gibt es laut Reglement die gelbe Karte. Er meinte, sich immer noch auf dem Platz befunden zu haben. Aber sein Bauch war wohl doch noch eher über der Linie gewesen. Der Schiedsrichter hat es zum Glück nicht gesehen.

Wir erzielten kurz nach der Pause aber nicht nur diesen Treffer. Wir schafften sogar drei Tore in drei Minuten. Rausch (48.) und Janocha (49.) machten jeweils ihren zweiten Treffer. Und da dachten wir alle, dass dieses Spiel zweistellig ausgehen wird. Wir spielten aber nicht mehr so zielstrebig nach vorne, und Rellinghausen gab sich auch nicht auf. Somit plätscherte das Spiel vor sich hin, wobei wir uns immer noch Torchancen erspielten. Die Torchancenverwertung war aber diesmal nicht unsere Stärke. Es kam auch noch hinzu, dass der gegnerische Torwart zu den besseren der Liga zählt und uns somit die eine oder andere Kiste (die es beim Hattrick gibt) vernichtete. Die Pläne, die Kisten beim Torwart aufzuschreiben, die Rechnung zur ESC-Geschäftsstelle zu bringen, und, falls nicht bezahlt wird, Albaner-Inkasso mit 100prozentiger  Geld-Zurück-Garantie zu engagieren, wurden aber mit knapper Mehrheit verworfen. Wir erzielten im weiteren Verlauf der Partei durch einen wuchtigen Volleyschuss von Teutscher lediglich noch den Treffer zum 7:1.

Nach dem Spiel feierten wir einen weiteren Schritt in Richtung Meisterschaft. Es wurde auch der vereinsinterne Rekord gebrochen. Ein Spieler machte seine ersten vier Stauder auf, die allesamt mit Kronkorken versehen waren. Bei uns herrscht aber eine Unsitte, die Kisten manchmal nicht gut zu mischen. Oder es wird eine reine Stauder-Kiste geholt, und unsere Cola-Trinker müssen dann tauschen gehen. Und bei diesem Vorgang werden sie immer von den Biertrinkern gepiesackt, diskriminiert und schikaniert: „Hey, du willst doch nicht im Ernst Bier gegen Cola tauschen?“ usw. Ein äquivalentes Ereignis zum von der Stauder-Brigade verursachten Spießrutenlauf des Colatrinkers wäre beispielsweise der Anfang Februar stattgefundene Gang der RB Leipzig-Fans zum BVB-Stadion.

In zwei Wochen haben wir erneut die Gelegenheit, ein tolles Spiel und das ganze Drumherum zu erleben. Da erwartet uns mit Preußen Eiberg II ein technisch starker und unkonventionell spielender Gegner. Wir wollen aber diesmal besser als im Hinspiel agieren, als das Spiel lange offen war. Anstoß ist am 09.04.2017 um 13:00 Uhr an der Hubertusburg.